Die Frist für die Vorauszahlung der Körperschaftsteuer und der gebietsfremden Einkommensteuer läuft im April 2020 ab (für gebietsfremde Steuerzahler, die eine ständige Niederlassung in Spanien haben oder Durchleitungsunternehmen mit einer Präsenz in Spanien).

Die Verpflichtung, die Vorauszahlung der Körperschaftssteuer im April 2020 innerhalb der üblichen Frist (20. April) einzureichen, wurde trotz der durch COVID-19 verursachten Krise und des am 14. März 2020 erklärten Ausnahmezustands nicht geändert, wie dies bei anderen Arten der Selbstveranlagung der staatlichen Steuern der Fall ist. Die im Königlichen Dekret 7/2020 vom 13. März 2020 vorgesehene Möglichkeit, den zu zahlenden Betrag ohne Garantien und mit steuerlichen Erleichterungen aufzuschieben, ist nur für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für Selbständige vorgesehen.

In diesem Jahr können die Unternehmensbilanzen neue Posten enthalten, die sich speziell aus der gegebenen Krisensituation ergeben. Dies führt zu einer Verlangsamung der Unternehmensaktivitäten und / oder zu einer Verringerung der Unternehmensumsätze und der Liquidität, während die Unternehmen gleichzeitig verpflichtet sind, außerordentliche Kosten zu tragen.

Für die korrekte Berechnung des zu zahlenden Betrags ist zu diesem Zeitpunkt insbesondere eine korrekte Rechnungslegung erforderlich; ebenso ist ein besonderes Augenmerk auf die steuerlichen Auswirkungen der neuen Ausgabenpositionen zu legen, die zum 31. März ausgewiesen werden können. Insbesondere, wenn die obligatorische Vorauszahlung auf der Steuerbemessungsgrundlage basiert, die zwischen dem Beginn des entsprechenden Geschäftsjahres und dem 31. März generiert wurde.

Der Umsatz bis zum besagten Datum muss ebenfalls korrekt ermittelt werden, da dieser der Höhe entspricht, die berücksichtigt werden muss, wenn die sogenannte „Mindestvorauszahlung“ greift. Diese Mindestvorauszahlung von 23% des Geschäftsergebnisses (reduziert nur durch Vorauszahlungen, die zuvor innerhalb desselben Geschäftsjahres geleistet wurden) ist für Unternehmen obligatorisch, deren Nettoumsatz in den zwölf Monaten vor Beginn des Geschäftsjahres mehr als zehn Millionen Euro betrug.

In diesem Zusammenhang und unter den gegenwärtigen Umständen ist es von besonderem Interesse, die buchhalterischen Einträge und ihre Auswirkungen auf die Ermittlung der Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage zu analysieren, die sich unter anderem auf folgende Posten beziehen:

– Wertminderung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen und assoziierten Unternehmen; von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten; des Inventars; oder von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien; oder von bis zur Fälligkeit gehaltenen Anlagen;

– Wertminderung von Krediten und Forderungen oder Rückstellungen für die Durchsetzung von Bürgschaften;

– Schuldbestandteile sowie ordentliche und außerordentliche Abschläge im Rahmen von Handelsgeschäften;

– Verluste aus dem Verkauf von Forderungen;

– Bestimmungen, die sich aus der Umstrukturierung des Personalwesens ergeben, sog. ERE´s und ERTE´s, Änderungen der Arbeitsbedingungen oder einer anderen Art der Umstrukturierung der Tätigkeit;

– Bestimmungen, die möglicherweise protokolliert werden müssen, um eine mögliche Entschädigung für Vertragsverletzungen widerzuspiegeln;

– Rückstellungen für Handelsgeschäfte

Bei alldem darf jedoch die notwendige Aufmerksamkeit auf eine korrekte Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen nicht vergessen werden!